03.09.2013
Im «Nouvelliste» vom 27. Mai 2013 zog Staatsrat Jacques Melly über den Wolf her: «Grosse Wolken ziehen über der Jagd auf! Die Wiederbesiedlung durch den Wolf bedeutet eine handfeste Gefahr für unseren Tourismus. Wir müssen diese Art regulieren, wenn wir nicht grossen Problemen entgegengehen wollen.» Im «Nouvelliste» vom 14. Juni 2013 macht der dieselben Aussagen zum Luchs! Nach dem Lesen der beiden Artikel fragt sich fauna•vs, in welcher Hinsicht der Wolf eine Gefahr für den Tourismus bedeuten könnte und welches die grossen Probleme sein könnten, auf welche Herr Melly anspielt, wenn er über den Wolf und sogar den Luchs spricht.

03.09.2013
Als der Neuseeländische Ökonom Gareth Morgan im Januar die Ausrottung aller Hauskatzen forderte, löste er dadurch einen Sturm der Entrüstung aus. Laut Morgan sind Hauskatzen bei mehreren Vogelarten für deren Aussterben oder lokales Verschwinden verantwortlich und beeinträchtigen damit die Biodiversität stark. Wie aber sehen die Fakten hierzu aus? Zwei kürzlich erschienene Studien aus den USA respektive Italien beschäftigen sich mit dem Einfluss unserer Hauskatzen auf die Wildtiere.

03.09.2013
Das fauna•vs info ist das offizielle Publikationsblatt des Fledermaus-Netzwerks Wallis. In Zukunft soll jeweils eine gekürzte Fassung des jährlichen Tätigkeitsberichts an dieser Stelle publiziert werden. Wenn Sie mehr wissen möchten über ein Projekt, wenn Sie eine Idee für eine Aktion haben oder wenn Sie eine Finanzquelle kennen, wenden Sie sich bitte direkt an den Verantwortlichen des Fledermaus-Netzwerks (Adresse siehe letzte Seite).

03.09.2013
Die Forschung zur Walliser Fauna beschränkt sich nicht auf Wiedehopf, Wendehals, Birkhuhn oder Wolf und Luchs. Auch andere einheimische Tiere werden von den Biologen untersucht. So war kürzlich die Elritze (Phoxinus phoxinus) Gegenstand einer Untersuchung. Die Autoren interessierten sich für die Anpassung der Fischart an unterschiedliche Lebensraumbedingungen. Nachfolgend werden die Resultate der Studie zusammengefasst.

03.09.2013
In der Westschweiz gelang 2012 zum zweiten Mal in Folge eine Brut: Ein Jungvogel (Denis W109) flog erfolgreich aus. In der Region Derborence haben genetische Untersuchungen zudem Erstaunliches gezeigt. Und trotz vielversprechender Anzeichen schritt das Paar bei Leukerbad erneut nicht zur Brut. Insgesamt flogen 2012 in den Alpen 10 «wilde» Jungvögel aus (14 im 2011). Zehn weitere wurden freigelassen (9 im 2011). Das internationale Wiederansiedlungsprogrammwurde auf die Region des Massif Central (Frankreich) ausgeweitet: Zwei Vögel wurden in den Grands Causses ausgewildert. Ziel ist es, eine Verbindung zwischen der Alpen- und der Pyrenäenpopulation zu schaffen. Seit Beginn des Wiederansiedlungsprogramms 1986 wurden mehr als 190 Vögel freigelassen. 115 Jungvögel schlüpften in Freiheit.