26.01.2012
Der Igel ist ein weit verbreitetes Säugetier – bekannt bei Jung und Alt. Auch im Wallis kann man den Igel bei Einbruch der Dunkelheit recht häufig im Garten vor seinem Haus beobachten. Eigentlich befindet sich der natürliche Lebensraum dieser Art aber «auf dem Land». Warum zieht es den Igel in die Städte und warum verschwindet er in seinem ursprünglichen Lebensraum? Studien aus Grossbritannien zeigen, dass eine Antwort auf diese Fragen in der Intensivierung der Landwirtschaft zu suchen ist. Mit einer umweltnaheren Bewirtschaftung der Landwirtschaftsflächen könnte eine Rückkehr der Igel in ihr natürliches Habitat gefördert werden. Auch in der Schweiz sind Igel heute in den Städten häufiger anzutreffen als in ihren ursprünglichen Lebensräumen. Doch auch wenn sich die Igel ein Stück weit an das Leben in der Stadt angepasst haben, bleibt vor allem das Überqueren der Strassen eine echte Gefahr für sie. Igel müssten also ländliche Lebensräume, wo es weniger Autos gibt als in der Stadt, den städtischen vorziehen.

12.01.2012
Das Jahr 2010 begann vielversprechend: Im Januar begann das Paar Derborence mit einer Brut. Die Brutzeit verlief ohne grössere Probleme, und bald schlüpfte auch ein junger Bartgeier. Im April jedoch starb der Jungvogel und mit ihm die Hoffnung, dass in der Westschweiz nach 2007 wieder ein junger Bartgeier ausfliegen würde. Erfreulich war im Jahr 2010 die erneute Zunahme an Beobachtungen von Altvögeln in den Westschweizer Alpen. Ein Lichtblick ist auch, dass in der Region Leukerbad VS zwei Altvögel längere Zeit zusammen verbrachten, was auf eine Paarbildung hoffen lässt.

12.01.2012
Am 9. Februar 2011 hat der Walliser Staatsrat das Artenförderungskonzept Vögel genehmigt. Dieses wurde von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und der Dienststelle für Wald und Landschaft des Kantons Wallis erarbeitet. Als Autoren zeichnen Bertrand Posse (Walliser Aussenstelle der Vogelwarte Sempach), Peter Keusch (Dienststelle für Wald und Landschaft), Verena Keller und Reto Spaar (Vogelwarte Sempach).

12.01.2012
Luchse leben sehr diskret und sind dementsprechend schwierig zu beobachten. Im Wallis gibt es seit 1976 wieder Luchse. Die genaue Zahl der Tiere, welche zurzeit in unserem Kanton leben, ist zwar nicht bekannt, doch lassen sich die Regionen auflisten, in denen ihr Vorkommen von Wildhütern bestätigt worden ist. In diesem Artikel sollen die derzeitigen Kenntnisse über die Verbreitung des Luchses im Wallis (Stand 2009) dargelegt werden.

12.01.2012
Wintersport abseits der Pisten boomt – mit negativen Folgen für die alpine Wildfauna. Ein neues Modell der Universität Bern ermöglicht nun eine räumliche Vorhersage des Wildtier- Mensch-Konflikts. Am Beispiel des Birkhuhns zeigen die Forscher auf, dass zwei Drittel des Lebensraums von Aktivitäten, welche abseits der Piste stattfinden, betroffen sind. Das Modell bietet aber gleichzeitig auch eine Lösung des Konflikts an: Es ermöglicht eine sorgfältige und effiziente Planung von geeigneten Winter-Wildruhezonen.