26.01.2012
Bei den wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Fischmanagement wurden in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht, vor allem in Nordamerika und in Europa. Im Bereich der Ökologie der Binnengewässer ist das Wissen seit Mitte der 1990er-Jahren buchstäblich explodiert, insbesondere bei den Edelfischen (Salmoniden) der Flüsse. Diese Erkenntnisse halten aber nur sehr langsam Einzug in der Politik und in der Praxis des Fischmanagements. Dies wirkt sich nachteilig auf Ökologie und Ökonomie aus. Zudem werden vielversprechende Synergien bei der Erhaltung, Wiederherstellung und rationelleren Bewirtschaftung der Fischbestände verpasst. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick zum heutigen Wissen über das Management der Fluss-Edelfische, insbesondere der Forellen. Er diskutiert und kritisiert den Besatzplan des Kantons Wallis vor dem Hintergrund des aktuellen, von den Behörden scheinbar verschwiegenen Wissensstands und schlägt einen alternativen Dreipunkteplan für das Fischmanagement vor.

21.01.2011
Laut Gewässerschutzgesetz von 1992 müssen Restwasserstrecken bis 2012 saniert werden, soweit dies wirtschaftlich tragbar ist. Der kantonale Gewässersanierungsplan von 2008schlägt für die Seitengewässer der Rhone 105 Sanierungsmassnahmen vor. Wirklich umgesetzt werden aber die wenigsten.

20.12.2008
Ein Grossteil der Walliser Flüsse und Bäche ist bereits für die Stromerzeugung gefasst. Die Folgen für die Fische sind bekannt. Jetzt können zwei Entwicklungen beobachtet werden, die nochmals zu einer Intensivierungder Wasserentnahmen führen werden: das neue Stromversorgungsgesetzvom März 2007 sowie der Gegenvorschlag der Kommission für Umwelt,Raumplanung und Energie des Ständerates (UREK-S) zur Initiative «LebendigesWasser» des Schweizerischen Fischereiverbandes.

10.09.2007

Medienmitteilung vom 10. September 2007:

Zwei kürzlich erschienene wissenschaftliche Publikationen zeigen den katastrophalen Zustand der Fischbestände der Walliser Rhone auf. Nur Forelle und Groppe haben bis heute in unseren Gewässern überlebt. Ein Hohn, wenn man mit der früher vorhandenen Vielfalt vergleicht. Kommt hinzu, dass die Bestände der letzten überlebenden Fische lächerlich sind. Verantwortlich hierfür sind das künstliches Flussbett und die täglichen Wasserschwankungen, welche durch das Turbinieren entstehen. Bis heute wird in unseren Flüssen das Gewässerschutzgesetz von 1992 nicht umgesetzt. Nun muss dringend etwas geschehen.

01.05.2007

Stellungnahme der Walliser Gesellschaft für Wildtierbiologie, fauna.vs

In der letzten Monaten wurde im Unterwallis manchenorts die Ufervegetation auf den Rottendämmen zurückgeschnitten. Dabei wurde nicht eben zimperlich vorgegangen. Dies kann tiefgreifende Einflüsse auf Mensch und Tier haben.